Dass sich die Berliner Fashion Week von anderen Standorten in ihrer Ausrichtung und Thematik maßgeblich unterscheidet, ist mittlerweile bekannt. Allein schon die Tatsache, dass die großen Schauen zu jeder Ausgabe Standort und Programm wechseln, macht die Berliner Modewoche zueinem fast schon anarchischen Ereignis im sonst so berechenbaren Modezirkus.

Eine weitere Besonderheit der hauptstädtischen Veranstaltung ist der so genannte „Underground Catwalk“, bei dem junge Independent-Modemacher und -Labels in einem fahrenden U-Bahnzug Fashion-Shots ihrer neuen Kollektionen vorstellen. Gezeigt werden hier vor allem modische Extravaganzen aus der Rock’n‘-Roll-, Urban-, Punk-, Gothic- und Streetstyle-Szene, die es aufgrund ihrer Randgruppen-Ausrichtung wohl nie auf die großen Bühnen der klassischen Veranstaltungen schaffen werden. Dabei zeigen die Models von Stefan Kretzschmars Agentur Rockstar Models in einem Zug der U-Bahnlinie 5 nach Informationen der Veranstalter „authentisch den Rock’n’Roll Way of Life unabhängiger Labels“ und sollen so etwas Berlin-typisches in das Programm der Modewoche bringen.



















